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Mat Wright

Britische Universitäten und Colleges sind integrative Einrichtungen, die behinderte und nicht-behinderte Studierende gleichermaßen willkommen heißen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, behinderte Studierende nicht zu diskriminieren und alle Einrichtungen auf dem Campus für jeden zugänglich zu machen.

Diese Gesetze gelten für internationale Studierende ebenso wie für Studierende, die britische Staatsbürger sind.

Beratung und Unterstützung

Bevor Sie sich für ein Studium in Großbritannien einschreiben, empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit der gewählten Universität oder dem College in Verbindung zu setzen, um sie über Ihre Bedürfnisse zu informieren und die folgenden Fragen zu stellen:

Studierende mit körperlichen Behinderungen

  • Wie zugänglich ist der Campus? Die meisten Einrichtungen haben barrierefreie Wege rund um ihre Gebäude, aber einige Altbauten können eine Herausforderung darstellen.
  • Welche Prüfungs- und Lernunterstützung gibt es? Sie haben möglicherweise Anspruch auf zusätzliche Zeit bei Prüfungen und Unterstützung im Unterricht.

Sehbehinderte Studierende

  • Welche Prüfungs- und Lernunterstützung gibt es? Möglicherweise haben Sie Anspruch auf Unterstützung wie z. B. Texte in Braille-Schrift, Sprachaufzeichnungen von Tutoren, Text-to-Speech-Technologie, Transkriptionsdienste und Vergrößerungssoftware.  Unter Umständen können Sie auch bei Prüfungen zusätzliche Zeit erbitten.

Gehörlose Studierende

  • Welche Optionen gibt es für die Gebärdensprache? Gebärdensprachler in Großbritannien verwenden in der Regel die britische Gebärdensprache. Prüfen Sie jedoch, ob es auch andere Optionen gibt.
  • Kann ich während der Vorlesungen und Seminare Hilfe bekommen? Möglicherweise können Sie Hilfe von Protokollanten anfordern oder Ausdrucke von Vorlesungen erhalten.  Viele Hörsäle und Klassenzimmer verfügen über Audio-Induktionsschleifensysteme. Es lohnt sich abzuklären, ob diese Einrichtungen vorhanden sind.

Studierende mit Legasthenie

  • Muss ich einen Legasthenie-Test absolvieren?  Auch wenn Ihnen bereits mitgeteilt wurde, dass Sie Legastheniker sind, kann es sein, dass Sie gebeten werden, eine Legastheniebeurteilung zu absolvieren.  Dies erleichtert festzustellen, welche Unterstützung Sie benötigen und inwiefern die Universität Ihnen am besten entgegenkommen kann.  Sie können auch eine Beurteilung anfordern, wenn Sie eine Legasthenie vermuten, aber noch nicht getestet wurden. 
  • Welche Prüfungs- und Lernunterstützung gibt es? Möglicherweise haben Sie Anspruch auf Unterricht mit spezialisierten Tutoren, zusätzliche Lernressourcen und Verlängerung der Zeit bei Tests und Prüfungen.

Ihre Universität oder ihr College kann Ihnen unter Umständen auch regelmäßige Treffen mit einem Berater für Behinderte oder sogar einem Arzt vor Ort vermitteln.

Stipendien und finanzielle Unterstützung

Es gibt eine Reihe von britischen Stipendien und finanziellen Unterstützungsprogrammen für internationale Studierende mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese Programme können von britischen oder internationalen Regierungen, gemeinnützigen Organisationen oder Unternehmen getragen werden – oder von den britischen Universitäten, Colleges und Schulen selbst.

Oder fragen Sie Ihre Lehrer, ob ihnen ein solches Programm bekannt ist, für das Sie sich bewerben könnten. Sie können sich auch direkt an die Einrichtung wenden, bei der Sie sich bewerben möchten, um Details über Stipendien und anderen finanziellen Hilfen für internationale Studierende einzuholen.

Weitere allgemeine Informationen zu Stipendien und finanzieller Unterstützung finden Sie hier.

Förderung für behinderte Studierende

Einige internationale Hochschulstudierende in England haben Anspruch auf die „Förderung für Studierende mit Behinderung“ (Disabled Students' Allowance). Sie steht zur Verfügung für:

  • Studierende aus der EU (Europäische Union), die unmittelbar vor dem ersten Tag ihres ersten Studienjahres drei Jahre lang ihren gewöhnlichen Wohnsitz in Großbritannien hatten.
  • Zugewanderte Arbeitnehmer aus dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) und der Schweiz, die unmittelbar vor dem ersten Tag ihres ersten Studienjahres drei Jahre lang ihren gewöhnlichen Wohnsitz im EWR hatten und die als „Arbeitnehmer“ eingestuft werden.

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